Mittwoch, 9. November 2011

Kein Schnee!!!

Ok, jetzt ist es langsam nicht mehr lustig. Wir haben immer noch keinen Schnee und in 2 Wochen kommen die ersten Touristen. Das heisst wir machen seit 3 Wochen täglich Quote Training und das wird langsam langweilig, denn die Kilometers werden immer wieder erhöht aber der 2 km Loop bleibt gleich lang. Und auch der Boden braucht unbedingt Frost, er wird immer wie nässer und schlammiger, so werden wir in Schlamm gebadet wären dem Training. Auch für die Hunde ist dies kein Vergnügen. Als ich vor zwei Tagen auf der anderen Farm Training machte, schlipfte ein Hund aus und viel Komplet in eine tiefe „Glunke“ er nahm ein kurzes und sehr kaltes Bad!!
Die ersten Flüge von England vom 16. November werden gestrichen. Alle warten auf den Schnee und er kommt einfach nicht….. Und ich dachte die Arktis sei Schneesicher!!!!



Donnerstag, 3. November 2011

Team Training Start

Wie schon gesagt, startete das Team Training in den letzten Wochen. So werden seit dem täglich zehn Hunde vor den Quot gespannt und immer mehr Kilometer gerannt. Da wir Probleme mit dem zweiten Quot haben greiffen wir ab und zu wider zu den alten Mitteln. So trainieren wir manchmal mit einem Art Velo (mit vier Räder). Vor dieses Velo werden dann 2- 4 Hunde eingespannt. Im Moment haben wir sehr schlechts Wetter, es regnet tag ein Tag aus. Dadurch wird das Training immer wie schlammiger und wie rutschiger. So ist es jetzt eine regelrechte Schlammschlacht – Mensch gegen Hund…. J
Nur dadurch, dass die Tage rasant kürzer werden merkt man, dass es langsam Winter wird. So haben wir schon Sonnenuntergänge um 16.00. Das macht das Training auch nicht leichter. Aber meistens macht es doch rechts spass….. ;)

Zitat Pasi: „The most beautiful walk Finland’s!!“ – Hetta- Palaswalk

Vor zwei Wochen machte ich mich, mit drei andere Volontären, auf den Weg um den berühmten „Hetta-Palas walk“ zu wandern. Dies ist ein 55km langer Wanderweg durch den ganzen Nationalpark. Normale Wanderer, die sich Zeit nehmen machen diesen Trip in 3-4 Tagen, wir von Hetta Haskies wandern ihn in 2 Tagen und Pasi, ja Pasi ist ein Phänomen, er braucht lediglich 7h. Ich habe kein blasen Schimmer wie er das macht aber ich bin fast gestorben. Das Problem war, dass wir am zweiten Tag um 13.00 in Palas sein mussten, da uns Pasi abholen kommen würde. Aber starten wir von Anfang an. Wir wanderten am ersten Tag rund 30km, da wir noch extra km laufen mussten, da das Taxi über den See nicht fuhr. In diesen 30km beklommen wir 2 grosse Berge, ich kann leider nicht sagen wie gross sie waren, den wir sahen nur die nächsten 20m vor uns, alles andere war weiss. Aber ich kann sagen, dass wir stundenlang nur Bergauf gewandert sind. Als wir endlich auf dem Berg angekommen waren sahen wir gerade mal noch 5m weit, also habe ich auch keine Ahnung wie die Aussicht ist. So sind wir schnell wieder bergab gelaufen, den auf dem Berg war es so Windig und kalt, dass wir es nicht lang ausgehalten haben. So sind wir mit gesenktem Kopf weiter gewandert, immer ausschauhaltend nach Sumpf und Bächlein, die unsere Füsse noch nässer machen konnten. Ich bereute mein Schuhentscheiden schon nach den ersten 2h, den zu diesem Zeitpunkt  bannte sich zum ersten Mal Wasser seine Bahnen durch meine Schuhen, dies sollte sich in den nächsten 50km nicht ändern. Kurz bevor es Dunkel wurde erreichten wir unsere Hütte wo wir übernachteten. Wir zündeten im Ofen ein schön grosses Feuer an und hatten ein gutes Nachtessen, mit Nudeln, Würste und Fleischdonuts.
Wie schon gesagt, mussten wir am nächsten Tag schon um 13.00 in Palas sein, das hiess, dass wir schon um 8 Uhr los liefen. Pasi meinte, dass würde reichen. Hm, zur Erinnerung er brauchte für den ganzen Marsch nur 7h. Und so kam es auch, um 12 Uhr hatten wir immer noch 13km vor uns. Von diesem Zeitpunkt an sind wir den Wanderweg nicht mehr gewandert, wir sind in gelaufen. Leider hatte es am Schluss ein riesen Berg, welcher all uns Kräfte nahm. Insbesondere, weil es so verdammt eisig und nass war und wir wieder nur die nächsten 20m sahen (never ending walk). Schlussendlich sind wir mit 1.5h Verspätung in Palas angekommen.
Laut Pasi ist diese Wanderung die schönste in Finnland, wenn ich es nicht besser wüsste, müsste ich jetzt behaupten Finnland ist kein schönes Land. Den diese Wanderung war überhaupt nicht schön, sie war einfach nur LANG!!!

Rentier- und Kulturwoche

Vor 3 Wochen wurde das Thema Rentier und Kultur ganz gross geschrieben. Wir besuchten Renntierbesitzer bei ihrer Arbeit und sind am Freitagabend ins Naturzentrum in Hetta, dort fand ein Kunstabend statt. Aber zuerst zu den Rentieren. Als anfangs Woche die Tierärztin bei uns vorbei schaute und ein paar Hunde impfte, erhielten wir die Info, dass diese Woche ein „Rentiersortierung“ satt finden würde (2x Jährlich). Das heisst, die Rentierbesitzer treiben alle Renntiere zusammen in ein Gehege (ca. 2‘000stk.). Danach werden stufenweisse die Rentiere in ein kleines Gehege getrieben und dort von Hand aussortiert und geimpft. Wie sieht das aus, wenn man von Hand Rentiere aussortiert? Ganz einfach, alle Rentierbesitzer sind im kleinen Gehege und schnappen sich ihre Rentiere an den Geweihen, ziehen diese, wenn sie weiter leben dürfen zum Tierarzt, der sie Impft und dann werden sie durch eine Tür in ein anderes Gehege gelassen. Die Markierung der Tiere erfolgt durch Einschnitten in die Ohren, jeder Besitzer hat seine eigenes Symbol, so werden die Ohren mit verschieden viele und verschieden tiefe Schnitte markiert. Dies zu den Fakten jetzt zu unserem Erlebnis. Ana sagte uns schon Tage bevor, dass wir an diesem „Event“ nicht willkommen sind. Es ist eine Sache der Renntierbesitzer bzw. der Samen und sie wollen keine „Zuschauer“, aber verbieten oder verhindern können sie es auch nicht. So sind wir, mit einem komischem Gefühl im Magen, aus dem Auto gestiegen. Zur Überraschung von allen wurden wir von eine Sami (höchstwahrscheinlich betrunken) voller Freude empfangen und zu seinem Feuer gebrach, es war gerade Pause. Ana meinte, dass das sehr ungewöhnlich sei und dass er höchstwahrscheinlich nur so freundlich ist, weil wir Frauen sind. Egal, wir sahen uns gespannt um, nach 15min war die Pause vorbei und alle gingen Richtung grosses Gehege. Wir standen gespannt vor dem Gehege und sahen der riesen Masse von Renntieren zu, wie sie herumrannten. Nach ein paar Minuten gingen wir in das grosse Gehege um besser zuschauen zu können, wie die Tiere sortiert werden. Nach ein paar Durchläufen, fragte Ana ob wir in das kleine Gehege gehen wollen um zu helfen. So sind wir paarweise in das kleine Gehege gegangen und Halfen mit, die Tiere zu fangen und zu sortieren. Am Anfang waren wir dort aber doch recht unwillkommen. Die meisten Sami schauten dich unfreundlich an, wenn du das zweite Horn geschnappt hast und ihnen helfen wolltest. Aber mit der Zeit wurden wir dann doch ein bisschen Akzeptiert. Nach ungefähr zwei Stunden und 300 Rentiere später sassen wir wieder im Auto auf dem Weg zurück zu unseren Hunden, den die hatten auch langsam Hunger.


Jetzt zum Kulturelle. Wir schon gesagt, in Hetta fand ein Kunst- und Kulturabend statt. Das cool daran war, dass Pasi eine Ausstellung von seiner Südpolexpedition hatte. Als wir vor dem Rentier Ausflug am Donnerstag schnell im Naturzentrum (Ausstellungsort) vorbeischauten war sein Ausstellungsraum immer noch leer. Das Überraschte jedoch keinen. Es gibt typ Mensch, die nehmen sich Zeit und designen Ausstellungen über Wochen, Pasi jedoch gehört zu dem Typ Mensch, die in einem Abend schnell eine Ausstellung auf die Beine Stellt.
Am Freitag nach dem Arbeiten gingen wir gespannt ins Naturzentrum, sahen uns die verschiedenen, teils sehr spannende Beiträge und Fotos an und endeten in „Kaffe Silija“ bei Karaoke.